DIE LEGENDE DER HEILIGEN BIRMA
Die Birmakatze hat das Attribut "heilig" einer Legende zu verdanken.
Viele Jahre vor Buddhas Geburt lebte ein alter Kittah-Priester mit seiner weißen Katze namens Sinh in den Bergen von Indochina. Sinh und der Priester verbrachten oft gemeinsam Zeit beim Meditieren vor der Statue der Göttin der Seelenwanderung - Tsun-Kyankse. Als der Priester eines Tages im Gebet versunken war, wurde er von Räubern überfallen und ermordet.
Die Katze Sinh sprang blitzschnell auf den Thron der Göttin und es ist passiert - das Wunder der Seelenwanderung vollzog sich: Ihr
weißes Fell wurde goldfarben wie die Göttin, ihre gelben Augen nahmen die wunderschöne, saphirblaue Augenfarbe der Göttin an. Die Beine, der Schwanz, die Nase und die Ohren bekamen die Farbe der Erde. Da sie das Weiße Haupt ihres Herren mit den Spitzen ihrer Füße berührt hatte, erhielten die Fußspitzen auch die Farbe weiß. Am gleichen Tag nahmen alle Heiligen Tempelkatzen das Aussehen der treuen Sinh an.
Die Entstehung der Heiligen Birmakatze ist viel realistischer abzuleiten. Ca. um das Jahr 1919 sollte ein Paar Heilige- Birma-Katzen Frankreich erreichen.
Diese Ankunft in Frankreich wurde in zwei Erzählungen geschildert, aber leider ist keine der Beiden zuverlässig dokumentiert. Nach der ersten Erzählung sollte der Tempel in Lao- Tsun überfallen werden und wurde berichtet, dass zwei Abendländer den Priestern Hilfe leisteten, um den Tempel und die Katzen zu verteidigen. Sie kamen später nach Tibet und einige Katzen wechselten auf solche Art und Weise die Besitzer.
Aus Dankbarkeit bekamen Auguste Pavie und Major Gordon Russel ein Paar Heilige- Birma-Katzen geschenkt, die sie bei ihrer Rückkehr in ihre Heimat (Frankreich) mitnahmen.
Die andere Erzählung berichtet, dass ein Mann mit Namen Vanderbilt von einem ungläubigen Diener ein Paar Heilige- Birma-Katzen abkaufte und nach Frankreich brachte. So gelangten sie in die Obhut einer Züchterin. Eines steht aber fest, dass die Heilige- Birma ursprünglich ähnlich den Siamesen aus Asien stammt und dass man sie dort noch heute finden kann.
Wann die ersten Heiligen Birma nach Europa kamen, ist nicht genau bekannt. Es ist nicht zu verleugnen, dass die Wiege der europäischen Heiligen Birma in Frankreich stand. Nach dem KKÃ? gibt es Stammbäume, die bis in das Jahr 1926 zurückreichen. Man kann nachweisen, dass diese Rasse schon 1925 in Frankreich anerkannt wurde und der erste Standard dort geschrieben wurde.
Während des zweiten Weltkrieges wurde die Anzahl der Heiligen Birma sehr dezimiert, man kann sagen - fast ausgerottet. Diese schlimme Zeit überlebten nur einige Exemplare in Westeuropa (Deutschland, England, Frankreich und in der Schweiz ).
Die Züchter standen vor dem Problem, aus einigen wenigen Tieren unter Einkreuzung von Fremdrassen eine breitere Zuchtbasis zu schaffen. Im Laufe der Zeit ( zuerst in den 60-er, dann in den 70er/ 80-er Jahren ) war die Heilige Birma mit Fremdrassen eingekreuzt und durch die aus den USA importierten Kater wenig auffrischt. Das führte zur Erreichung der neuen Farbschläge als auch zur Vitalisierung der Heiligen Birmazucht .
Was man mit Sicherheit der Heiligen Birma schon auf den ersten Blick ansehen kann, ist, dass sie nicht den Perserkatzen angehört.
Sie hat weder das für Perser typische Gesicht noch das extrem lange Haarkleid.